Wir Mondfrauen sind eine Gruppe von zugewanderten und deutschen Frauen, die in Norderstedt und Umgebung leben. Wir treffen uns einmal im Monat, entweder in den Räumen der Albert-Schweitzer-Kirchengemeinde in unseren Räumen in der Wohnunterkunft am Buchenweg in Norderstedt. Zu unserer Gruppe gehören ca. dreißig Frauen, acht deutsche und zweiundzwanzig zugewanderte Frauen mit Kindern, wobei es sich bei letzteren um Flüchtlingsfrauen und andere Migrantinnen aus verschiedenen Herkunftsländern - beispielsweise Angola, Irak, Iran, Afghanistan, Sudan, Togo, Ägypten und dem Libanon - handelt.
Unsere Gruppe wurde im Jahr 1997 von Mitgliedern des Norderstedter Freundeskreises für Flüchtlinge mit Unterstützung der Migrationssozialberatungsstelle des Diakonischen Werkes Niendorf (heute Hamburg-West/Südholstein) in Norderstedt gegründet, als deutlich wurde, dass besonders die Flüchtlingsfrauen unter den Folgen der Flucht , der teilweise menschenunwürdigen Unterbringung in den Notunterkünften und der jahrelangen Ungewissheit bezüglich des Ausganges ihres Asylverfahrens leiden.
Ziel war und ist es, diesen Frauen einen regelmäßigen Treffpunkt anzubieten, bei dem sie sich mit anderen Frauen in ähnlicher Situation austauschen und auch Kontakt zu deutschen Frauen aufnehmen konnten. Auf diese Weise sollen sie aus ihrer Isolation herausgeholt, in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und in der Integration unterstützt werden.
Zur Zielgruppe gehören aber auch Norderstedter Bürgerinnen, die Interesse daran haben, Frauen aus anderen Ländern und Kulturen kennen zu lernen. Die Frauengruppe soll ein geschützter Raum sein, in dem zunächst in kleinem Rahmen Integration stattfinden kann: eine Gruppe Zuwanderer trifft auf eine Gruppe der aufnehmenden Gesellschaft, sie tauschen sich aus und lernen voneinander. Bei den monatlichen Treffen wird neben Kaffeetrinken, Basteln, Kochen, Spielen und Ausflügen auch inhaltlich gearbeitet: wo sind wir verschieden, wo haben wir Gemeinsamkeiten, wie ist unsere Rolle in der Gesellschaft.
Zunehmend knüpft die Gruppe auch Kontakte nach außen und beteiligt sich an gemeinsamen Aktionen mit anderen Einrichtungen, beispielsweise der Gleichstellungsstelle der Stadt, dem Frauenhaus oder Kirchengemeinden.
Es ist auch weiterhin das Ziel - neben den verschiedenen Aktivitäten bei den regelmäßigen Treffen - durch Teilnahme an den Veranstaltungen Dritter für mehr Toleranz und Aufnahmebereitschaft unserer Gesellschaft gegenüber Migrantinnen zu werben.
Albert-Schweitzer-Haus, Unterkunft am Buchenweg oder nach Vereinbarung (am besten Termin und Ort telefonisch in der Migrationssozialberatung erfragen)
Migrationssozialberatung der Diakonie
Ellen Siebert, Sabine Callsen
Ochsenzoller Str. 85
22848 Norderstedt
Tel: 040-526 26 88
E-Mail: info@mondfrauen.de
Internet: www.mondfrauen.de