Ziele

Kirchenasyl will einen Beitrag zum Abbau von Ungerechtigkeit leisten. Mit jedem Einzelfall soll auf die Mängel des geltenden Asylrechtes aufmerksam gemacht und Kritik an Asylpolitik und Abschiebepraxis geübt werden. Ziel des Kirchenasyls ist es, Zuflucht suchenden Menschen die Möglichkeit zu geben, in Ruhe und angstfrei mit kompetenter Unterstützung ihre Situation zu (er-)klären und für sie gegebenenfalls doch noch ein Bleiberecht zu erwirken.

Kirchengemeinden sind oft Anlaufstelle für verzweifelte Menschen, auf der Suche nach Rat, Unterkunft und Hilfe. Gästewohnungen sind eine Möglichkeit, um hier kurzfristig Schutzräume zu eröffnen. Kirchenasyl kommt immer dann in Betracht, wenn die Fluchtgeschichte des Menschen noch einmal gerichtlich oder behördlich zu überprüfen ist. Bei den Gemeinden tauchen dann viele Fragen auf, einige sind beispielsweise diese:

  • In welchen Fällen sollte und kann Kirchenasyl gewährt werden?
  • Welche Erfahrungen machen andere Kirchengemeinden?
  • Wie wird das Kirchenasyl parallel zur laufenden Gemeindearbeit organisiert?
  • Woher kommt das notwendige Geld?

Kirchenasyl bedeutet für die engagierten Kirchengemeinden vor allem Zusammenrücken. Es muss manchmal Platz geschaffen werden für ganze Familien mit mehreren, auch sehr kleinen Kindern.

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